Klangexperimente
20. Mar 2026
• von Camille Lefèvre
Regengeräusche waren für mich lange nur Hintergrund — ein weiches Rauschen, das den Raum füllte und mich an Fensterläden und nasse Straßen erinnerte. In meinen Klangexperimenten habe ich gelernt, dass darin unbegrenzte melodische Möglichkeiten stecken. Mit einfachen Effekten lassen sich Tropfen zu Tonfolgen, Pfützen zu Pads und das prasselnde Dach zu rhythmischen Schichten formen. In...
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Neueste Nachrichten von Nebl Nebl
Wenn ich Aufnahmen höre, suche ich nicht nach makelloser Politur, sondern nach Atmen. Nach kleinen Störgeräuschen, nach Unebenheiten im Timing, nach dem kaum wahrnehmbaren Rauschen eines Raums — all das, was technisch gesehen "Fehler" sind, macht für mich oft den Unterschied zwischen einer...
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Wenn ich eine minimalistische Soundcollage beginne, weiß ich selten sofort, wohin die Reise geht. Meistens startete alles mit einer einzelne Aufnahme, einem winzigen Artefakt — das Rascheln von Papier, eine entfernte Straßenbahn, ein Atemzug — und die Suche danach, wie dieses Element in...
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Als ich vor einigen Jahren begann, Klang und Bild nicht mehr als getrennte Disziplinen zu betrachten, sondern als sich ständig gegenseitig beschreibende Erscheinungen, öffnete sich eine Tür zu einem anderen Wahrnehmungsraum. In diesem Text stelle ich fünf Bücher vor, die meine Art zu sehen und...
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Found Footage hat für mich etwas Magnetisches: zerkratzte Super-8–Aufnahmen, vergilbte Werbefilme, verwackelte VHS-Homevideos — Stücke von Zeit, die sich wie kleine, riechbare Erinnerungen anfühlen. Wenn ich diese Fragmente in meine Bildpoesie einbaue, suche ich nicht nur nach ästhetischer...
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Beim Schreiben von Essays über Klang stolpere ich oft über dasselbe Problem: Geräusche lassen sich nicht einfach zitieren wie ein Satz. Sie entfalten sich in Zeit, Schichtungen, Räumen und Gefühlen. Wie macht man diese Bewegungen lesbar, ohne in blumige Floskeln zu verfallen oder die Leserin...
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Nachbarschaftsabende haben für mich eine besondere Qualität: sie sind Orte der Nähe, der zufälligen Begegnung und der geteilten Aufmerksamkeit. Eine gemeinsame Klangnacht zu organisieren bedeutet, diese Qualitäten bewusst zu gestalten — nicht als großes Konzert, sondern als geteilte...
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Städte sind für mich wie akustische Landkarten: jede Ecke hat ihren eigenen Puls, jede Fassade trägt einen Chor aus Tönen und Texturen. Wenn ich durch Straßen schlendere, höre ich nicht nur Verkehr und Stimmen — ich suche nach Klangfarben, nach visuellen Mustern, die sich zu...
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Eine begehbare Klanglandschaft im öffentlichen Raum zu realisieren — das ist eine Idee, die mich lange begleitet hat. In diesem Beitrag teile ich eine Projektskizze, die sowohl die konzeptionellen Grundlagen als auch praktische Umsetzungsvorschläge, technische Überlegungen und mögliche...
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Manchmal stehe ich vor dem leeren Dokument und fühle mich, als wäre mein Kopf in dünnem Nebel gehüllt: die Wörter zögerlich, die Sätze entfernt. In solchen Momenten habe ich gelernt, nicht noch mehr zu kämpfen, sondern zu hören. Klangtherapie muss dabei kein langes Ritual oder teures...
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Einleitende Gedanken: Warum ein Hauskonzert performativ sein kannEin Hauskonzert ist für mich nicht nur eine intime Aufführung an einem ungewöhnlichen Ort — es ist eine Möglichkeit, Bild und Ton so zu verweben, dass der Raum selbst zum Instrument wird. In solchen Formaten darf alles...
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